Weniger Verpackung mit System
Das Geberit Produktionswerk in Pottenbrunn (AT) macht Kunststoffverpackungen fit für morgen – mit wissenschaftlicher Methodik, im Kleinen getestet und fürs grosse Ganze mitgedacht.
Geberit Verpackungsstrategie
Ab 2030 verpflichtet die neue europäische Verpackungsverordnung Unternehmen dazu, dass Kunststoffverpackungen mindestens zu 35 Prozent aus wiederverwertetem Material bestehen und zu 70 Prozent rezyklierbar sind. Aus diesen Zielen leitet sich auch die Geberit Verpackungsstrategie ab.
«Kleinere Beutel, mehr recyceltes Material, weniger Kunststoff.» Bartłomiej Cupta bringt das Ziel kurz und knapp auf den Punkt. Er und sein Team verantworten ein Pilotprojekt im Produktionswerk Pottenbrunn, um Verpackungen aus Kunststoff zu optimieren. Das Vorhaben ist eines von mehreren gruppenweiten Verpackungsprojekten. Es umfasst die wichtigsten Säulen der Geberit Verpackungsstrategie: reduzieren und ersetzen.
350
Verpackungsfolien werden einzeln untersucht und geprüft.
Für das ganze Unternehmen mitdenken
Die Umsetzung ist komplex: Ein Wechsel auf Verpackungsmaterial mit höherem Rezyklatanteil beeinflusst Maschinen und Produktion. Akribische Tests sind unumgänglich. Ziel ist eine Lösung, die in allen Geberit Werken funktioniert. «Wir denken für das gesamte Unternehmen mit», sagt Bartłomiej Cupta.
Wissenschaftlicher Ansatz
Daneben steht die Standardisierung im Fokus: Denn gruppenweit sind rund 350 verschiedene Verpackungsfolien im Einsatz, die potenziell auf Recyclingmaterial umgestellt werden können. Für sie alle testet das Qualitätsmanagementlabor sowohl Material aus neuem als auch aus wiederverwertetem Kunststoff, um Unterschiede frühzeitig zu erkennen. So lassen sich Maschinen optimal einstellen und Probleme vorbeugen – und das in allen Werken von Geberit.