Marktumfeld
Anhaltend schwache Baukonjunktur
Das Baumarktforschungsnetzwerk Euroconstruct rechnete im November 2025 für Europa mit einem leichten Rückgang von 0,7% im Hochbau für das Gesamtjahr 2025. Damit lag die Schätzung etwas unter den im Juni 2025 publizierten Zahlen (-0,4%). Das Renovationsgeschäft war gemäss der aktuellen Schätzung mit -1,0% stärker rückläufig als das Geschäft mit Neubauten (-0,2%), das jedoch im Vorjahr bereits um 6,0% gesunken war. Dabei war der Rückgang vor allem auf den Wohnungsbau zurückzuführen (-1,2%), während der Nicht-Wohnungsbau stabil blieb (+0,2%).
Die meisten für Geberit umsatzmässig bedeutenden Länder entwickelten sich im Jahr 2025 erneut rückläufig: Italien -6,2%, Frankreich -2,1%, Deutschland -1,9%, Österreich -1,1%, Schweiz -0,6% und die Niederlande -0,5%. Jedoch verzeichneten die Iberische Halbinsel (Spanien +4,3%, Portugal +2,6%), die nordischen Länder (Finnland +3,2%, Norwegen +2,1%, Dänemark +2,0%, Schweden +1,8%) sowie Irland (+9,9%) und das Vereinigte Königreich (+1,4%) ein positives Wachstum.
Bautätigkeit und Geberit Nettoumsatz in Europa
2021–2025
(Index: 2020 = 100)
Rund 80% des gesamten europäischen Bauvolumens von EUR 2 282 Mrd. entfielen 2025 auf den Hochbau. Die Verteilung des Hochbauvolumens zwischen Wohnungsbau und Nicht-Wohnungsbau lag unverändert bei rund 60 zu 40%. Der Anteil des Neubaus am gesamten Hochbau blieb auch 2025 hinter dem Renovationsgeschäft zurück.
Aufteilung Bauvolumen in Europa
2025
(EUR 2 282 Mrd.)
Nach Schätzungen des Bureau of Economic Analysis stieg in den USA im Berichtsjahr das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um +2,2% (Vorjahr +2,8%). Die Inflation sank laut Bureau of Labor Statistics auf +2,7% (Vorjahr +2,9%). Die Anzahl Baubeginne in den für Geberit in den USA relevanten Segmenten Gesundheitswesen und Bildung haben 2025 im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Wachstum verzeichnet.
In der Region Fernost/Pazifik lag das Wirtschaftswachstum im Berichtsjahr mit +4,5% über der weltweiten Wirtschaftsentwicklung von +3,2%. China wuchs mit +4,8% leicht schwächer als im Vorjahr (+5,0%), wobei sich die Immobilienkrise auch im Jahr 2025 negativ auf den Wohnungsbau auswirkte.
In der Region Nahost/Afrika betrug das Wirtschaftswachstum im Jahr 2025 +3,3% – und war damit höher als im Vorjahr mit +2,1%.
(Vorgenannte Zahlen zur Weltwirtschaft und Entwicklung Fernost/Pazifik sowie Nahost/Nordafrika gemäss IMF World Economic Outlook, Oktober 2025)