Geschäftsbericht 2025

Geschäftsbericht 2025

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Einbindung von Stakeholdern

Die Geberit Gruppe steht in einem kontinuierlichen und strukturierten Dialog mit ihren wesentlichen Stakeholdern. Ziel dieses Dialogs ist es, frühzeitig potenzielle Interessenskonflikte, Herausforderungen und Chancen zu erkennen und diese aktiv in die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie einzubeziehen. Die Identifikation der Stakeholdergruppen erfolgt systematisch auf Basis ihrer Betroffenheit durch bzw. ihres Einflusses auf die wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Leistung des Unternehmens.

Zu den zentralen Stakeholdern zählen Kundinnen und Kunden, Analysten, Mitarbeitende inklusive ihrer Vertretungen und Gewerkschaften, Lieferanten, Medien, Nachbarn, Behörden, Forschungsinstitute, Verbände, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie die breite Öffentlichkeit.

Die Anliegen und Erwartungen dieser Gruppen finden gezielt Berücksichtigung im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse. 2024 wurden sämtliche relevanten Stakeholder aktiv in den Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse einbezogen. Der Verwaltungsrat wie auch die Konzernleitung wurden im Anschluss detailliert über die von den Stakeholdern vorgebrachten Bewertungen der wesentlichen Risiken, Chancen und Auswirkungen informiert. Damit ist gewährleistet, dass die obersten Führungsorgane auf einer fundierten Basis in die strategische Diskussion eingebunden waren und die identifizierten Nachhaltigkeitsthemen angemessen steuern und überwachen können.

Die nachfolgende Zusammenstellung fasst den Einbezug der Stakeholdergruppen zusammen:

Dialog mit Stakeholdern: Formen und Einfluss auf Geberit

Stakeholdergruppe

 

Formen des Dialogs

 

Anliegen der Stakeholder

 

Einfluss auf Strategie und Geschäftsmodell

Kunden

 

  • Direkter Kontakt via technischen Aussendienst
  • Schulungen, Webinare, On-Tour-Kampagnen
  • Fachmessen
  • Multichannel-Kommunikation
  • Rückmeldesysteme

 

  • Produktsicherheit
  • Innovation
  • Transparenz der Daten
  • Ressourceneffizienz

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • Produktverbesserung bzw. Innovation
  • ESG-Kommunikation

Investoren und Analysten

 

  • Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen
  • ESG-Ratings
  • Direkter Kontakt

 

  • Finanzielle Transparenz und Performance
  • Transparente Governance

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • Einbindung von ESG-Themen in Risikomanagement und Finanzkommunikation
  • Transparenz von Treib­haus­gas­emissionen (Scope 1 und 2)

Mitarbeitende, deren Vertretungen und Gewerkschaften

 

  • Geberit Europa-Forum
  • Schulungen
  • Mitarbeitendenumfragen
  • Multichannel-Kommunikation

 

  • Arbeitsplatzsicherheit
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Partizipation

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • OHS-Programme
  • Führungsentwicklung
  • Aus- und Weiterbildung

Lieferanten

 

  • Direkte Kontakte
  • Lieferantenbewertung/Risikoanalyse/ESG-Profil
  • Verhaltenskodex für Lieferanten und Geschäftspartner
  • Lieferantenaudits
  • Datenaustausch (Scope 3)
  • ESG-Kooperationen

 

  • Zuverlässige Zahlung
  • Langfristige Partnerschaft
  • Planungssicherheit
  • Geberit als Kundenreferenz
  • Klare Kommunikation
  • Effiziente Prozesse
  • Datenaustausch zu Scope-3-Emissionen
  • Informationen zur Verarbeitung der Produkte

 

  • Kostenstruktur und Preisgestaltung
  • Sicherstellung der Innovationsfähigkeit
  • Flexibilität und Resilienz
  • Reduktion der Abhängigkeit
  • Liefergeschwindigkeit und Time-to-Market
  • Nachhaltigkeit und Compliance (Reduktion der Treib­haus­gas­emissionen, Einhaltung von Liefer­ketten­sorgfalts­pflichten)

NGOs und Zivilgesellschaft

 

  • Mitgliedschaften (UNGC, Transparency International, Swiss Water Partnership)
  • Projektzusammenarbeit (Hilti Foundation, Swisscontact)

 

  • Transparenz und Zusammenarbeit
  • Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung (u. a. Agenda 2030)

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • Verankerung von SDG 4, 6, 11, 13 in der Strategie
  • Berücksichtigung von NGO-Standards in der Lieferkettenstrategie

Behörden und Nachbarsgemeinden

 

  • Dialog bei Bauvorhaben
  • Standortprojekte

 

  • Einhaltung lokaler Vorschriften
  • Infrastruktur
  • Wasserhygiene

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • Projektanpassungen
  • Kommunale Kooperationen
  • Compliance-Monitoring

Forschung und Hochschulen

 

  • Kooperationen mit den Hochschulen OST, FHNW, ZHAW, ETH sowie weiteren Hochschulen in DE/CH und in Geberit Standortländern
  • Netzwerk UNITECH

 

  • Wissensaufbau
  • Innovationspartnerschaften
  • Nachwuchsförderung

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • F&E-Fokus auf Ecodesign, Kreislaufwirtschaft und Wassereffizienz
  • Entwicklung CO2-armer und wassersparender Produkte

Medien und Fachpresse

 

  • Fachinterviews
  • Pressemitteilungen
  • Analystenkonferenzen
  • ESG-Reporting
  • Fachveranstaltungen

 

  • Transparenz
  • Glaubwürdige Kommunikation

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • Publikation der ESG-Leistung
  • Positionierung und Reputation

Verbände und Branchenplattformen

 

  • Branchenanalysen
  • Standardentwicklung
  • Mitgliedschaften (TEPPFA, Cerame-Unie, Swissmem, öbu, SwissHoldings)
  • Arbeitsgruppen

 

  • Wissenstransfer
  • Entwicklung der Branche
  • Positionierung und Kommunikation

 

  • Einfluss auf die Materialitätsanalyse
  • Mitgestaltung von Standards
  • Einflussnahme auf Rahmenbedingungen
  • Entwicklung branchenspezifischer Nachhaltigkeitsziele