Geschäftsmodell und Wertschöpfung
Geberit gestaltet den Umgang mit der Ressource Wasser in Gebäuden unter dem Leitsatz: «Mastering Water – weil Menschen hervorragende Sanitärprodukte brauchen.» Als europäischer Marktführer in der Sanitärtechnik entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen langlebige, ressourcenschonende und innovative Produkte für Neubau- und Renovationsprojekte.
Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio besteht aus einem breiten Sortiment, strukturiert in drei Produktgruppen:
Der Produktbereich Installations- und Spülsysteme umfasst die gesamte Sanitärinstallationstechnik sowie eine breite Palette an Spüllösungen für WCs inklusive Spülkästen und Innengarnituren. Umsatzanteil 2025: 37%
Der Produktbereich Rohrleitungssysteme beinhaltet Gebäudeentwässerungs- und Versorgungssysteme und umfasst die gesamte Rohrleitungstechnik für Trinkwasser, Heizung, Gas und andere Medien in Gebäuden. Umsatzanteil 2025: 33%
Der Produktbereich Badezimmersysteme umfasst alle relevanten Einrichtungen in einem Badezimmer wie Badezimmerkeramiken, Möbel, Duschen, Badewannen, Armaturen und Steuerungen sowie Dusch-WCs. Umsatzanteil 2025: 30%
Für weitere Informationen zur Produktpalette siehe www.geberit.com > Unternehmen > Produkte > Produktespektrum. Zusätzlich bietet das Unternehmen eine Reihe von Dienstleistungen an, darunter:
Umfassende Schulungen für B2B-Kundinnen und -Kunden
Technische Projektunterstützung (z. B. das digitale Projektplanungstool «Building Information Modeling», BIM)
After-Sales-Service
Digitale Produktinformationen und Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD)
Der nachhaltige Geschäftserfolg des Unternehmens basiert auf einem langfristig orientierten Geschäftsmodell, das auf strategische Stabilität, kontinuierliche Anpassungsfähigkeit und operative Flexibilität ausgelegt ist. Die Unternehmensstrategie wird von vier Säulen getragen:
Fokus auf Sanitärprodukte
Bekenntnis zu Innovation und Nachhaltigkeit
Selektive geografische Expansion
Kontinuierliche Optimierung
Eine systematische Risikoanalyse stärkt die Resilienz des Geschäftsmodells. Neben finanziellen und operationellen Risiken berücksichtigt das Risikomanagement auch ESG-bezogene Risiken. Die Wesentlichkeit der ESG-bezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen wird im Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse festgelegt.
Die daraus resultierenden wesentlichen Themen werden in operative Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie übersetzt, die wiederum fest in die Unternehmensstrategie integriert ist. Ziel ist es, Risiken zu minimieren, Chancen systematisch zu nutzen und langfristig Wert für alle Stakeholder zu schaffen, siehe Abbildung:
Wertschöpfungslogik aus der ESG-Perspektive
Operativ wird die Unternehmensstrategie durch funktionale Strategien und Initiativen umgesetzt, z. B. strategische Wachstumsinitiativen zur Technologiepenetration oder Optimierungsinitiativen in den Werken.
Auf dieser Basis entsteht ein wirkungsorientiertes System, das unternehmerische Resilienz, ESG-Konformität und Stakeholder-Mehrwert verbindet.