Geschäftsbericht 2025

Geschäftsbericht 2025

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Editorial

Albert M. Baehny, Verwaltungsratspräsident und Christian Buhl, CEO (Foto)

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen,
sehr geehrte Aktionäre

Ein wiederum anspruchsvolles Geschäftsjahr liegt hinter uns. Trotz herausfordernder Rahmen­bedin­gungen in der Bau­industrie in Europa konnten wir Umsatz und Verkaufs­volumina deutlich steigern. Sehr erfreulich in diesem Zusammen­hang war die Ent­wick­lung von neu eingeführten Produkten, das breit in den Märkten abgestützte Wachstum und die hohe Markt­akzeptanz. Die operativen Margen lagen nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Ohne die einmalige Belastung infolge einer Werks­schliessung wären die operativen Margen unter anderem dank Effizienz­gewinnen gestiegen. Gleichzeitig wurde weiter in die Innovations­pipeline investiert und alle wichtigen grösseren Investitions­projekte wie geplant um­ge­setzt. Damit gelang es, unsere Markt­position als führender Anbieter von Sanitär­produkten weiter auszubauen und zu stärken.

Umsatzwachstum deutlich über Marktentwicklung

Umsatzwachstum deutlich über Marktentwicklung

Der Nettoumsatz der Geberit Gruppe nahm im Jahr 2025 um 2,5% auf CHF 3 163 Mio. zu. Bereinigt um negative Währungs­effekte in Höhe von CHF 72 Mio. betrug der Anstieg 4,8%. Die Zunahme war durch ein starkes Volumen­wachstum begründet; dies aufgrund der weiterhin sehr erfreulichen Entwicklung von neu eingeführten Produkten und von Wachstum in den meisten europäischen Ländern/Regionen. Die Länder ausserhalb Europas trugen trotz des Markt­einbruchs in China mit einem Anteil von 25% über­proportional zum erfreulichen Umsatz­wachstum der Gruppe bei.

Überzeugende operative Resultate

Überzeugende operative Resultate

Die operativen Margen erreichten vor dem Hinter­grund eines anhaltend schwierigen Markt­umfelds ein Niveau leicht unter demjenigen des Vorjahres – dies inklusive der Einmal­belastungen durch die im Januar 2025 angekündigte Schliessung eines Keramik­werks in Deutschland in Höhe von EUR 18 Mio. (60 Ba­sis­punkte) auf Stufe EBITDA und EUR 24 Mio. auf Stufe EBIT. Bereinigt um diese Einmal­­belastung hätte ein Anstieg der EBITDA-Marge um 40 Basis­­punkte resultiert. Positiv auf die Margen wirkten sich das erfreuliche Volumen­­wachstum, Effizienz­­steige­rungen sowie die im Vor­jahres­­vergleich leicht tieferen di­rek­ten Material­­kosten aus. Die Lohn­­inflation, höhe­re Energie­­preise, Investitionen in Wachs­tums­­ini­tia­tiven in aus­ge­wählten Ent­wicklungs­­märkten, diverse Digi­tali­sierungs- und IT-Projekte sowie negative Wäh­rungs­­ent­wick­lungen hatten einen redu­zierenden Einfluss.

Insgesamt erwirtschafteten wir einen operativen Cashflow (EBITDA) von CHF 931 Mio., ein Anstieg von 2,0%; währungs­­bereinigt konnten wir einen Anstieg von 5,3% erzielen. Als Folge der vor­erwähnten Ein­mal­belastung lag die EBITDA-Marge mit 29,4% leicht unter dem Vor­jahres­niveau von 29,6%. Das Netto­ergeb­nis erreichte mit CHF 598 Mio. das Vor­jahres­niveau (+0,1%), was einer Netto­umsatz­rendite von 18,9% (Vorjahr 19,4%) entspricht. Unter Aus­schluss der Ei­nmal­kosten hätte das Netto­ergeb­nis CHF 617 Mio. bei einer Netto­umsatz­rendite von 19,5% betragen. Beim Gewinn je Aktie führten die positiven Effekte des Aktien­rück­kauf-Programms zu einer im Vergleich zur Entwicklung beim Netto­ergebnis positiveren Ent­wicklung von +0,5% auf CHF 18.15 (Vorjahr CHF 18.06); bereinigt um die Einmal­kosten und in lokalen Währungen würde der Gewinn je Aktie bei CHF 19.59 stehen, was einem deutlichen Anstieg von 8,5% entspräche.

Erfreulich entwickelte sich der Free Cashflow mit einer Zunahme von 7,4% auf CHF 659 Mio. (Vorjahr CHF 613 Mio.). Haupt­gründe für den Anstieg waren der höhere operative Cashflow und das im Vor­jahres­vergleich tiefere Investitions­volumen. Die Free-Cashflow-Marge betrug 20,8% (Vorjahr 19,9%).

Umfrage bestätigt hohes Engagement und Zufriedenheit der Mitarbeitenden

Umfrage bestätigt hohes Engagement und Zufriedenheit der Mitarbeitenden

Ende 2025 beschäftigten wir weltweit 11 278 Mit­arbeitende (FTE). Das entspricht einer Zu­nahme von 168 Personen oder +1,5% im Vor­jahres­vergleich. Die Zunahme ist auf Kapazitäts­anpas­sungen in den Be­reichen Produktion und Logistik aufgrund der im Ver­gleich zum Vorjahr höheren Volumina sowie auf eine Stärkung respektive einen Ausbau im Vertrieb zurückzuführen.

Eine konzern­weite Umfrage bestätigte im Berichts­jahr das hohe Enga­gement der Mitarbeitenden und die hohe Zufrieden­heit mit den Arbeits­bedingungen. Die Beteiligungs­quote erreichte 82% und lag damit drei Prozent­punkte höher als bei der letzten Umfrage im Jahr 2021. Die Ergebnisse zeigen, dass wir als Unternehmen an die bereits starken Resultate der Umfrage von 2021 anknüpfen und uns in mehreren Bereichen deutlich verbessern konnten, beispiels­weise bei den Entwicklungs­möglichkeiten für die Mitarbeitenden. Generell spiegeln die Resultate die positive Wahr­nehmung der Mitarbeitenden wider und geben gleich­zeitig wertvolle Impulse für die Weiter­entwicklung in einzelnen Handlung­sfeldern. Erfreu­licher­weise lagen die Ergebnisse zudem gross­mehr­heit­­lich deutlich über den Referenz­werten von Industrie­unternehmen.

Inklusion als Teil des sozialen Engagements

Inklusion als Teil des sozialen Engagements

Die Arbeits­markt­integration von benach­teiligten Menschen betrachten wir als Teil des sozialen Enga­gements des Unternehmens. Es wird eine inklusive Kultur gepflegt, in der Arbeits­plätze für Menschen mit Beein­trächti­gungen geschaffen werden. Ende 2025 waren 291 (FTE) dieser inklusiven Arbeits­plätze direkt im Unternehmen angesiedelt, was 2,6% der ge­sam­ten Beleg­schaft entspricht. Zusätzlich werden ex­ter­ne, auf Arbeits­integration spezialisierte Werk­stätten mit diversen Montage- und Verpackung­sarbeiten beauftragt. Im Berichts­jahr entsprach das an solche externen Partner vergebene Arbeits­volumen 447 FTE. Insgesamt wurden somit 738 Voll­zeit­­stellen für Menschen mit Beein­träch­tigungen geschaffen, was 6,5% unserer gesamten Beleg­schaft entspricht.

Nähe zum Kunden sorgt für hohe Kundenzufriedenheit

Nähe zum Kunden sorgt für hohe Kundenzufriedenheit

Den bedeutend­sten Teil der vielfältigen Markt­bear­bei­tungs­aktivitäten erbringen die Mitarbeitenden im Aussen­dienst der verschiedenen lokalen Ver­triebs­­gesell­­schaften. Sie sind in täglichem Kontakt mit Gross­händlern, Installa­teuren, Planern, Aus­stel­lungs­mitarbeitenden, Immobilien­investoren und Archi­tek­ten. Trotz der anhaltend schwachen Bau­konjunktur hielt unsere Vertriebs­organisation die Anzahl der individuellen Kunden­kontakte auf einem hohen Niveau. Im Berichts­jahr haben wir zudem in Frank­furt (DE) anlässlich der Inter­nationalen Sanitär- und Hei­zungs­mes­se (ISH) erstmals das Konzept «Mastering Water» vorgestellt, mit dem unsere um­fassenden Kompetenzen demonstriert werden, den Wasser­fluss im Gebäude zu führen, zu lenken und zu nutzen und damit unsere Marken­inhalte weiter zu stärken. Wir sind überzeugt, dass es gerade in einem anspruchs­vollen Markt­umfeld wichtig ist, Präsenz am Markt zu zeigen, den direkten Kontakt zur profes­sionellen Kund­schaft zu suchen sowie das Be­zie­hungs­­netz zu pflegen und auszubauen.

Im Berichts­jahr konnten wir in den 30 eigenen Infor­mations­zentren in Europa und Über­see rund 88 000 Berufs­leute physisch an Produkten, Werk­zeugen, Soft­ware­tools und in Instal­la­tions­kom­pe­tenzen schulen. Gleichzeitig wurden in zahl­reichen Märkten – oftmals gemein­sam mit dem Gross­handel – Theken­tage sowie lokale oder digitale Anlässe ver­an­staltet, um die Hand­werker über neue Produkte zu informieren. 102 000 Kunden nahmen an solchen Veran­staltungen teil. Auch web­basierte Seminare und Trainings nehmen heute einen festen und wichtigen Platz in unserem Schulungs­angebot ein. Sie ver­zeich­neten im vergangenen Jahr 20 000 Teil­nehmende.

Unsere profes­sionellen Kunden unterstützen wir mit digitalen Arbeits­hilfen möglichst bedürfnis­gerecht im Berufs­alltag. Diverse Appli­ka­tionen unter­stützen die Profis bei der Planung und Kalkulation von Sanitär­installationen oder bei der In­betrieb­nahme und War­tung von Geräten. End­kundinnen und ‑kunden bieten diverse Appli­ka­tionen Inspirationen für die Bade­zimmer­gestaltung.

Neue Produkte für unsere Märkte weltweit

Neue Produkte für unsere Märkte weltweit

Im Jahr 2025 haben wir unser Produkt­sortiment weiter ergänzt und zahl­reiche neue Produkte im Markt lanciert. Die wichtig­sten Einführungen im Jahr 2025 drehten sich um das WC-System, wobei die erfolg­reiche Lancierung des neuen Duofix In­stal­la­tions­elements mit vielen neuen Funktionen und ver­ein­fachter Montage herausragte. Zusätzlich lag der Fokus weiterhin auf den in den Vor­jahren erfolg­reich ein­ge­führten Produkten – zum Beispiel den Rohr­lei­tungs­­systemen Geberit FlowFit und Mapress Therm oder dem Dusch-WC Alba.

Unsere im Branchen­vergleich über­durch­schnitt­liche Innovation­sstärke beruht auf einer breit ab­gestützten eigenen Forschungs- und Entwicklungs­tätig­keit. Im Berichts­jahr wurden ins­gesamt CHF 86 Mio. oder 2,7% des Netto­umsatzes in die Neu- und Weiter­entwicklung von Produkten, Verfahren und Techno­logien investiert. Um unser Know-how zu schützen, haben wir in den letzten fünf Jahren ins­gesamt 144 Patente angemeldet.

Strategische Stabilität in den Werken in anspruchsvollem Marktumfeld

Strategische Stabilität in den Werken in anspruchsvollem Marktumfeld

Die Investitionen in Sach­anlagen und im­materielle Anlagen betrugen 2025 CHF 173 Mio. Bezogen auf den Netto­umsatz lag die Investitions­quote bei 5,5%. Alle wichtigen grösseren Investitions­projekte haben wir wie geplant umgesetzt.

Im Berichts­jahr konnten wir in den Werken eine Produktivitäts­steigerung von 4% erzielen. Diese Steigerung verdanken wir in erster Linie gezielten Mass­nahmen zur Verbes­serung der Effizienz und höheren Volumina.

Nachhaltigkeit als integrierter Teil der Unternehmensstrategie

Nachhaltigkeit als integrierter Teil der Unternehmensstrategie

Nachhaltigkeit ist ein inte­grierter Bestandteil unseres Geschäfts­modells. Bereits 1990 wurde die erste Um­welt­strategie vorgelegt. Seither haben wir das Thema konsequent weiter­entwickelt und um soziale sowie ge­schäfts­­ethische Schwer­punkte erweitert. Die Nachhaltig­­keits­­strategie ist heute fest in der Un­ter­nehmens­strategie verankert.

Grundlage für die Nachhaltig­keits­strategie der Gruppe ist die Wesent­lich­keits­analyse, die regel­mässig aktualisiert wird. 2024 wurde diese erstmals gemäss den European Sustainability Reporting Stan­dards (ESRS) als sogenannte «doppelte» Wesent­lich­keits­analyse durch­geführt und im Berichts­jahr aktualisiert. Die darauf basierende, auf­datierte Nach­hal­tig­­keits­strategie reflektiert die Ergeb­nisse der Wesent­­lich­keits­analyse, des internen Risiko­analyse­pro­zes­ses sowie externe An­for­de­rungen aus der Wert­schöpfungs­kette, nationale Regulatorien und globale Rahmen­werke. Sie über­setzt die Er­kennt­nis­se in operative Prozesse und bildet so die Klammer um Wirtschaft­lichkeit, Umwelt­ver­ant­wor­tung und soziale Wirkung.

CO2-Fussabdruck deutlich verbessert

CO2-Fussabdruck deutlich verbessert

Die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treib­haus­gas­emissionen der Geberit Gruppe sanken im Jahr 2025 im Vergleich zum Vor­jahr vor allem dank Effizienz­steigerungen in der Keramik­produk­tion um 2,4% auf 108 446 Tonnen. Der währungs­bereinigte Netto­umsatz stieg um 4,8%. Infolge­dessen verbes­serten sich die relativen CO2-Emissionen (Scope-1- und Scope-2-Treib­haus­gas­emissionen im Verhältnis zum währungs­bereinigten Netto­umsatz) im Vor­jahres­vergleich um 6,9%. Seit der Übernahme der energie­intensiven Keramik­produktion im Jahr 2015 konnten die relativen CO2-Emissionen ins­gesamt um 69,3% verbessert werden, was einer durch­schnittlichen jähr­lichen Reduktion von 11,1% entspricht.

Langlebigkeit als bedeutender Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Res­­sour­­cen­­schon­ung

Langlebigkeit als bedeutender Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und Res­sour­cen­­schonung

Der verantwortungs­volle Umgang mit Materialien und der Beitrag zur Kreis­lauf­wirtschaft sind für uns zen­tral. Mit ihrer hohen Qualität und Robustheit sind unsere Produkte auf eine lange Nutzung ausgelegt. Ihre Lebens­dauer übersteigt nicht selten 50 Jahre, beispiels­weise bei Abwasser­rohren aus Kunst­stoff. Für Keramiken ausgewählter Serien gilt eine lebens­lange Garantie. Die Qualität und Lang­lebigkeit der Produkte wird durch eine lang­fristige Ersatz­teil­verfügbar­keit unterstützt, die für Unter­putz­spül­kästen und ihre mecha­nischen Komponenten 50 Jah­re und für einen weiteren bedeutenden Teil des Sortiments 25 Jahre beträgt. Ebenfalls sind neu entwickelte Produkte und Komponenten weit­gehend rückwärts­kompatibel. Die Lang­lebigkeit, Reparier­barkeit und Rück­wärts­kompatibilität der Produkte ist ein wesent­licher Beitrag von uns zur Kreis­lauf­wirt­schaft und Minimierung des Ressourcen­einsatzes.

Information Technology und künstliche Intelligenz

Information Technology und künstliche Intelligenz

Unsere aktuellen Prioritäten im Bereich Information Technology liegen – neben diversen spezi­fischen Initiativen – in der Stei­gerung der Effizienz und der Schaf­fung von Mehr­wert für die Kunden. Den Aufbau eines gruppen­weiten Kompetenz­zentrums für künst­liche Intelligenz (KI) führten wir weiter. Das Team iden­tifizierte Geschäfts­möglich­keiten und schuf die digi­tale Basis für die Daten­verarbeitung durch KI. Mit internen Trainings und Hacka­thons wurde das Be­wusst­­sein bei den Mit­arbeitenden für KI deutlich ge­stärkt. Das Haupt­ziel des KI-Programms besteht darin, mittel- bis lang­fristige geschäft­liche Vor­teile zu erzielen und gleich­zeitig Effizienz­gewinne zu realisieren.

Wir sind bei Geberit permanent daran, die Information Technology (IT-)Security zu erhöhen und weiter­zu­entwickeln. Dies beinhaltet die Eta­blierung von Ab­wehr­­mass­­nahmen gegen Cyber­risiken in­klusive der effizienten Auf­deckung und Behandlung all­fälliger Attacken. Für die Aufrecht­erhaltung der Business Continuity sind umfang­reiche Mass­nahmen etabliert. Die aktuellen externen Prüfungen bestätigten ein gutes Sicherheits­niveau. Insgesamt bewegt sich die Geberit Gruppe beim Thema IT-Security mindestens auf dem Niveau von Industrie­unternehmen mit ähnlicher Grösse und Komplexität.

Anhaltend attraktive Ausschüttungspolitik

Anhaltend attraktive Ausschüttungspolitik

Wie in den Vor­jahren halten wir an der attrak­tiven Aus­schüttungs­politik fest. Der General­versammlung werden wir deshalb eine Dividenden­erhöhung von 0,8% auf CHF 12.90 vor­schlagen. Die Aus­schüt­tungs­­­quote von 71,1% des Netto­ergebnis­ses liegt knapp über dem oberen Ende der durch den Ver­wal­tungs­rat definierten Band­breite von 50 bis 70%.

Im Jahr 2025 zahlten wir CHF 422 Mio. als Dividenden an die Aktionäre aus. Aus dem laufenden Aktien­rück­kauf-Programm wurden im Berichts­jahr insgesamt 145 231 Aktien zu einem Betrag von CHF 81 Mio. erworben. Somit schütteten wir im Jahr 2025 CHF 503 Mio. beziehung­sweise 76% des Free Cash­flows im Rahmen der Dividenden­zahlung und des Aktien­rück­kauf-Programms an die Aktionäre aus, was 2,4% der Markt­kapitali­sierung von Geberit per 31. De­­zember 2025 entspricht. Über die letzten fünf Jahre wurden rund CHF 3,3 Mrd. in Form von Aus­schüttungen oder Aktien­rück­käufen an die Aktionäre zurück­bezahlt, was 100% des Free Cashflows in die­ser Zeit­periode entspricht.

Wir bedanken uns

Wir bedanken uns

Ein ganz besonde­res Danke­schön gebührt wiederum unseren Kundinnen und Kunden für das ent­gegen­ge­brachte Vertrauen und die konstruk­tive Zu­sam­men­­arbeit. Die im Berichts­jahr in einem weiter­hin heraus­fordernden Umfeld erzielten sehr guten Re­sul­tate ver­danken wir der hohen Motivation, der Leistungs­bereit­schaft und der Flexibilität unserer Mit­ar­bei­ten­den. Ihnen gilt unser Dank und unsere An­erkennung. Bedanken wollen wir uns nicht zuletzt bei Ihnen, geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr an­halten­des Vertrauen in unser Unter­nehmen.

Ausblick auf das Jahr 2026

Ausblick auf das Jahr 2026

Die geo­politischen Risiken und die damit ver­bun­de­nen makro­öko­nomischen Unsicher­heiten sind nach der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten deutlich gestiegen, was einen Aus­blick auf das makro­öko­nomische Um­feld sowie auf die für die Bau­industrie be­deu­ten­den Entwicklungen der Inflation, Zinsen und Kon­su­men­ten­stim­mung er­schwert. Insgesamt wird die Welt­­wirt­­schaft erheb­lichen Un­wäg­­bar­­keiten aus­gesetzt sein. Europa dürfte nach wie vor mit ge­dämpf­ten Wachs­tums­aus­sichten kon­frontiert sein.

Die Nach­frage in der Bau­industrie hat sich nach den starken Rück­gängen seit Mitte 2022 im Jahr 2025 ins­gesamt stabilisiert, mit einer je nach Land/Markt unter­schiedlichen Entwicklung beim Neubau- und beim Renovations­geschäft. In Europa erwarten wir im Jahr 2026 ins­gesamt ein leichtes Markt­wachstum, jedoch noch keine Markt­erholung. Diese Ein­­schät­zung basiert auf der Stabili­sierung der Bau­ge­neh­mi­gungen im Jahr 2025; entsprechend er­warten wir für das Geschäft mit Neu­bauten im lau­fenden Jahr eine stabile Entwicklung. Für das Renovations­geschäft, das rund 60% zum Geberit Umsatz beiträgt, erwarten wir erneut eine leicht positive Entwicklung; dies wird durch mehrere für diesen Bereich relevante Indi­katoren gestützt, bei­spiels­­wei­se durch gestiegene Immobilien­trans­aktionen. Ausser­halb Europas er­war­ten wir für die Bau­industrie ein gemischtes Bild. In mehreren Märkten, beispiels­weise in Indien, wird eine weiter­hin starke Nach­frage prog­nostiziert. In China hin­gegen wird auf­grund der einge­brochenen Neu­bau­tätigkeit ein fort­gesetzter Rück­gang der Markt­nach­frage erwartet.

Vor dem Hintergrund eines leicht verbesserten Markt­­­umfelds bleibt es auch für 2026 das Ziel, unsere Markt­position durch gezielte strategische Initiativen weiter aus­zubauen – beispielsweise durch:

  • die Produkt­neuheiten des Jahres 2026 sowie den Fokus auf die in den Vor­jahren erfolg­reich ein­geführten Produkte – zum Beispiel die Rohr­leitungs­systeme Geberit FlowFit und Mapress Therm, das Dusch-WC Alba und das Duofix Installation­selement,

  • Investitionen in IT, Digitalisierung und künst­liche Intelligenz,

  • neue, auf Endkunden, Architekten und Designer aus­gerichtete Marketing­aktivitäten, und

  • die Erweiterung und Erneuerung von Logistik­kapazitäten.

Verwaltungsrat und Konzernleitung sehen Geberit sehr gut aufgestellt, um die aktuellen und bevor­stehenden Heraus­forderungen zu meistern, die Chancen konsequent zu nutzen und unsere Markt­position weiter aus­zubauen. Diese Ein­schätzung basiert auf der stabilen und lang­fristig aus­gerichteten Strategie, dem bewährten Geschäfts­modell mit starken Kunden­beziehungen sowie der industrie­führenden finanziellen Stabilität. Wesent­lich für den künftigen Erfolg sind die durch unsere erfahrenen und hoch motivierten Mitarbeitenden gelebte, starke Unternehmens­kultur, eine Reihe von Erfolg ver­spre­chen­den Wachs­tums­initiativen, die in den letzten Jahren ein­geführten Produkte und die viel­ver­spre­chende Entwicklungs­pipeline, die schlanke und kun­den­ori­en­tierte Or­ga­ni­sa­tion, die eta­blierte und vertrauens­volle Zusammen­arbeit mit unseren Markt­­partnern im Handel und im Hand­­werk sowie das wei­ter­­hin sehr solide fi­nan­­ziel­le Fundament der Gruppe.

Freundliche Grüsse

Albert M. Baehny, Verwaltungsratspräsident (Unterschrift)

Albert M. Baehny
Verwaltungsratspräsident

Christian Buhl, CEO (Unterschrift)

Christian Buhl
CEO