Logistik
Produktivität und Servicelevel stabil
Die Logistik der Gruppe umfasste Ende 2025 sowohl das zentrale Logistikzentrum in Pfullendorf (DE) für Installations- und Spülsysteme sowie Rohrleitungssysteme als auch ein dezentrales Netzwerk von 13 europäischen Distributionsstandorten für Keramik und Badezimmermöbel.
Im Bereich Logistik verzeichneten die Produktivität und das Servicelevel im Berichtsjahr eine leichte Steigerung. Dies ist im Wesentlichen auf die Keramiklogistik zurückzuführen, die infolge eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses bei leicht erhöhten Mengen eine bessere Produktivität erreichte. Im Logistikzentrum für die nicht-keramischen Produkte in Pfullendorf blieb die Produktivität stabil, dies bei gestiegenen Mengen und einer anhaltenden Entwicklung zu einem kleinteiligeren Geschäft.
Investitionen in das Logistikzentrum Pfullendorf
Im Berichtsjahr wurde im Logistikzentrum in Pfullendorf ein neuer Cobot in Betrieb genommen – ein Roboter, der kollaborativ mit Menschen Arbeiten erledigt. Er wird für die Bestückung des automatisierten Kleinteilelagers eingesetzt. Ausserdem wurde weiter in die ergonomische Optimierung von Arbeitsplätzen für schwere Lasten investiert.
Zudem wurde der Ersatz der Regalbediengeräte im Hochregallager, die am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind, in Angriff genommen. Diese aufwendigen Sanierungsarbeiten werden 2026 fortgesetzt und abgeschlossen.
Optimierung und Ausbau der Distributionslogistik
Weil sich das Logistikzentrum Pfullendorf seit einigen Jahren an der Kapazitätsgrenze bewegt, wird in der Gemeinde Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen (DE) auf einer Grundstücksfläche von 180 000 m2 ein neues zweites Logistikzentrum geplant. Planungsabschluss und Vergabeentscheid sind für Mitte 2026, die Inbetriebnahme per 2029 vorgesehen.
Ausserdem ist der Neubau eines Logistikzentrums für Keramik und Badezimmermöbel in Bromölla (SE) am Standort des Geberit Keramikwerks geplant. Von diesem Standort aus soll künftig ein grosser Teil der skandinavischen Länder logistisch versorgt werden. Planungsabschluss und Vergabeentscheid sind ebenfalls für Mitte 2026 geplant.
Zuverlässige Partnerschaften im Transportmanagement
Im Jahr 2025 war der zur Verfügung stehende Frachtraum weiterhin knapp. Mit einer Entspannung wird auf absehbare Zeit nicht gerechnet. Dies unter anderem wegen der europaweit fehlenden Lkw-Fahrer und der Reduzierung der Fahrzeugflotten. Dank der engen und guten Partnerschaft von Geberit mit den Transportdienstleistern liessen sich die damit zusammenhängenden Herausforderungen jedoch meistern.
Im Berichtsjahr wurden eine Reihe von effizienzsteigernden und die Umweltbelastung reduzierenden Massnahmen umgesetzt. Zwischen den Geberit Produktionswerken in Bromölla (SE) und Ekenäs (FI) verkehren neu High-Capacity-Transporte. Das sind Lkws mit deutlich erweiterter Ladekapazität pro Transport. Die Massnahme entschärft die Frachtraumknappheit und senkt den CO2-Ausstoss pro Transport. Weiter etablierte sich ein fester täglicher Rundkurs mit E-Lkws zwischen Pfullendorf und dem Geberit Werk in Rapperswil-Jona (CH), verbunden mit einem deutlich reduzierten CO2-Ausstoss. Schliesslich wurde im Logistikzentrum in Pfullendorf ein elektrischer Lkw angeschafft, der auf dem Areal kursiert und den CO2-Ausstoss ebenfalls markant reduziert.
Die Transportdienstleister von Geberit sind vertraglich verpflichtet, sich aktiv an Initiativen zur effizienten Nutzung von Energie und Verpackungsmaterial sowie zur Reduzierung von Emissionen – wie beispielsweise durch Investitionen in eine saubere, elektrisch betriebene Lkw-Flotte und den Einsatz von grösseren Ladeeinheiten – zu beteiligen. Auch müssen sie für das Umweltreporting von Geberit entsprechende Daten liefern. Weitere Geberit Initiativen führten im Berichtsjahr zu zusätzlichen Synergien und der Reduktion von Leerkilometern (vgl. auch Reduktionsmassnahmen in der Wertschöpfungskette).