Geschäftsbericht 2025

Geschäftsbericht 2025

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Nadja Böckel ist seit knapp einem Jahr bei Geberit in Haldensleben (DE). Als Quereinsteigerin zeigt sie, dass man auch ohne Fachhintergrund in der Produktion durchstarten kann. Ein Gespräch über Mut, Matsch und Motivation.

Nadja, du bist Quereinsteigerin – wie kam es dazu, dass du bei Geberit angefangen hast?

Eine Bekannte hat mir erzählt, dass hier Leute für die Produktion gesucht werden. Sie meinte, Geberit habe viel getan, damit die Arbeit auch für Frauen gut machbar sei, so stünden zum Beispiel Hebehilfen zur Verfügung. Das hat mich neugierig gemacht. Ich habe mich beworben – und bin direkt ins kalte Wasser gesprungen.

29

Stück Keramik giesst Nadja Böckel pro Tag.

Wie war der Einstieg in die Giesserei für dich?

Riesig! Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Formen, die Dimensionen – das war schon beeindruckend. Ich habe mich am Anfang gefragt: Kriegst du das überhaupt hin? Zum Glück hatte ich einen Anlernmentor, der mir alles Schritt für Schritt gezeigt hat. Nach sechs Monaten konnte ich komplett selbstständig giessen. 29 Stück am Tag und am Ende sieht man das fertige Produkt. Das macht mich schon stolz.

Die Fertigungsstraße in Haldensleben, Deutschland. (Foto)
Die riesigen Formen und Dimensionen beeindruckten die Quereinsteigerin von Anfang an.
Nadja Böckel beim Umgang mit den schweren Keramikrohlingen in Haldensleben, Deutschland, mithilfe von Hebehilfen. (Foto)
Geberit hat viel in Hebehilfen investiert, um den Mitarbeitenden die Arbeit mit den schweren Keramikrohlingen zu erleichtern.

Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit?

Zum einen das Team. Man arbeitet wie Zahnräder ineinander. Meine Kolleginnen und Kollegen sind sehr hilfsbereit und geduldig. Wenn ich Fragen hatte, durfte ich jederzeit nachhaken. Zum anderen mag ich, dass es Handarbeit ist. Fehler passieren, klar, aber man lernt aus ihnen. Und ehrlich gesagt: Vielleicht kommt es noch aus meiner Kindheit, aber ich habe schon immer gern im Matsch gespielt.

Wie erlebst du das Unternehmen?

Sehr positiv. Ich kann mit allen Anliegen zum Meister gehen, da ist immer ein offenes Ohr. Die Arbeitsbedingungen werden bereits im Vorstellungsgespräch transparent erklärt. Und: Man gewöhnt sich an alles – auch an die feucht-warme Temperatur in der Giesshalle.