Sonnenkraft hoch drei
Der Ausbau des Produktionswerks in Lichtenstein (DE) bringt nicht nur mehr Kapazität, sondern auch erneuerbare Energie: Eine neue Photovoltaikanlage produziert jährlich bis zu 870 Megawattstunden Solarstrom.
Die ersten Sonnenstrahlen des Morgens tauchen die Produktionshallen in Lichtenstein (DE) in goldenes Licht. Wo bis vor Kurzem noch ungenutzte Dachflächen waren, arbeiten nun Solarzellen – auf rund 10 000 Quadratmetern Fläche. Seit Ende April 2025 ist die Anlage am Netz.
In der Strategie verankert
Die neue Photovoltaikanlage in Lichtenstein ist die jüngste von drei PV-Anlagen bei Geberit. Bereits 2024 nehmen Installationen in Pfullendorf (DE) und Matrei (AT) ihren Betrieb auf. Damit geht Geberit einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung. In der CO2-Strategie ist festgehalten, dass der Anteil an erneuerbaren Energien im gesamten Betrieb weiter ausgebaut wird, stets unter Berücksichtigung von Energieeffizienz und Kosten.
Mehr erneuerbare Energie im Netz
Die neue PV-Anlage in Lichtenstein kann jährlich rund 870 Megawattstunden produzieren. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von über 200 Haushalten. «Etwa drei Viertel nutzen wir selbst, rund 200 Megawattstunden speisen wir ins Netz ein», sagt Michel Landgraf, Teamleiter Infrastruktur in Lichtenstein. Warum wird nicht alles selbst verbraucht?
Die Antwort ist einfach: Während der Betrieb konstant Energie benötigt, liefert die Sonne mal mehr, mal weniger Strom. Darum ist bei Regen oder abends zusätzlicher Strom aus dem Netz nötig, während an den Wochenenden (wenn nicht produziert wird) überschüssige Energie eingespeist wird. Ob der Solarstrom selbst genutzt wird oder nicht – die neue Anlage trägt in jedem Fall zu einer klimafreundlicheren Stromversorgung bei, denn jede eingespeiste Kilowattstunde erhöht den Anteil erneuerbarer Energie im Netz.