Erste Hilfe bei IT-Problemen

Vergessene Passwörter und dubiose E-Mails: Das IT-Servicecenter von Geberit bearbeitet jährlich rund 29 000 interne Anfragen aus aller Welt. Für IT-Expertin Carola Bosler ist es ein Job voller Abwechslung.
19. Juli 2024: Ein fehlerhaftes Update des Cybersicherheitsunternehmens CrowdStrike legt weltweit Computer lahm – auch bei Geberit. Carola Bosler sieht bei Arbeitsstart einen blauen Bildschirm im Eingangsbereich des IT-Servicecenters in Pfullendorf (DE) und weiss sofort: Das wird kein normaler Tag.
Als Mitarbeiterin der Servicehotline ist sie zusammen mit ihren Kollegen die erste Anlaufstelle bei IT-Problemen. Am 19. Juli ist das Akkordarbeit. Die Telefone klingeln ohne Unterbruch, die Mailbox quillt über. Eine Grenzerfahrung für das 13-köpfige Team.
29 000
Anfragen bearbeitet das Geberit IT-Servicecenter pro Jahr.
Zwischen Dankbarkeit und Frust
An normalen Tagen geht es ruhiger zu. Doch bei rund 29 000 Anfragen von Geberit Mitarbeitenden pro Jahr – etwa 120 pro Tag – bleibt die Arbeit anspruchsvoll. Von vergessenen Passwörtern bis zum Telefon, das vom Stapler überrollt wird, ist alles dabei. Carola Bosler schätzt die Vielfalt und den Kontakt zu Mitarbeitenden aus der ganzen Welt. «Die meisten sind dankbar, manche bedanken sich überschwänglich.» Das motiviert sie.
Natürlich gibt es auch Frust beim Gegenüber – etwa dann, wenn ein Update genau dann startet, wenn eine wichtige Sitzung bevorsteht. Ihr Rezept: «Ruhig bleiben, Verständnis zeigen und das Anliegen professionell lösen.» In solchen Fällen profitiert sie davon, dass sie ein feines Gespür für Menschen hat. Schliesslich hat sie aus der Zeit vor ihrer IT-Karriere mehrere Jahre Erfahrung im Detailhandel.